
durch Hans Mühlmann, Freier Trauerredner
Diese Ausbildung wendet sich an alle Frauen und Männer, die Angehörigen von Verstorbenen helfen wollen, ihrer Trauer und ihrem Abschiednehmen einen würdigen und ganz persönlichen Rahmen zu geben. „Freie Trauerredner/innen“ werden fast immer dann gerufen, wenn die Verstorbenen nicht oder nicht mehr einer Konfession angehören.
In dieser Ausbildung kommen alle Fragen zur Sprache, die sich ergeben können. Sie werden von mir entsprechend meiner über 30jährigen Erfahrung besprochen. Ganz konkrete Beispiele und Hinweise können so den Dienst wesentlich erleichtern.
Da hierbei auch ein eigener, ganz persönlicher Prozess in Gang kommen kann, ist es gut, sich dafür ausreichend Zeit zu nehmen. Darum dauert die Ausbildung eine ganze Woche.
Einzelausbildung oder eine kleine Gruppe von 2-3 Personen und das angenehme Ambiente des „Lichthofes“ ermöglichen tiefe Erkenntnisse und ein gutes Rüstzeug für diesen wichtigen Dienst. Durch die geringe Teilnehmerzahl ist eine ganz persönliche Zuwendung und Einübung möglich.
Auch nach der Ausbildung helfe ich gerne mit Rat und Tat.
Hier einige Themen, mit denen wir uns befassen wollen:
Grundsätzliches:
Leben - Sterben - Leben der Seele nach dem Tod - Heilung eigener Ängste und Gefühle - Gottesbild
Konkretes:
Erster Kontakt mit Angehörigen (meistens am Telefon)
Gespräch(e) mit Angehörigen zur Vorbereitung der Feier (Mit Merkblatt)
Zuhören - Impulse geben - Reden
Sprache - ohne Pathos und Phrasen
Kinder ansprechen, verschiedene Möglichkeiten
Vorbereitung, Auswahl:
Texte (Textsammlung zum Mitnehmen), Musik, Bilder, Blumen, Kerzen und andere Ausschmückungen
Verschiedene Formen der Bestattung:
Erd-, See-, Urnen-, anonyme, Luftbestattung, Friedwald, Ruheforst, Grabeskirche, Columbarium für Urnen, Alpenbestattung...
Sonderfälle: Suizid, Mord, Unfall, Kind, mehrere gleichzeitig, u.a.
Kirche - Konfession - gleichzeitig verschiedene Konfessionen (z.B. Islam/Christen)
Gott - atheistisch - ehemals kirchlich - aus Kirche ausgetreten, dennoch gläubig
Vater unser - Segen - andere Gebete
Kleidung
Haltung: Stehen, Sitzen, Schreiten
Umgang mit der Technik (Mikrophon, CD-Player usw.)
Zeitaufwand für die Vorbereitung - Dauer der Feier
Kaffee - Erinnerungskaffee
Kosten - Honorar - Regelungen mit dem Finanzamt -Der Trauerredner als "Freier Publizist" mit der Möglichkeit, der Künstler-Krankenkasse beizutreten
Umgang mit Bestattern, die uns engagieren
Werbung - Flyer - Visitenkarten - Briefe
Reichhaltiger Büchertisch
Besichtigung Krematorium, Ruheforst, evtl. Sepulcralmuseum Kassel
Trauergespräche führen und den Ablauf von Feiern formulieren
Teilnahme an einer Trauerfeier, wenn möglich
Modellfeiern besprechen
Fragen der Teilnehmer/innen
Zertifikat
Viel praktisches Material zum Mitnehmen, alle Texte und Bilder auf CD
Zeitraum: 1 Woche (Meistens Sonntag Abend - Samstag Vormittag)
Kosten: 630 € für die Ausbildung + Ü/VP (Bei uns pro Tag und Person im Komfortzimmer all incl. 50 €)
Die Kosten werden für Arbeitssuchende manchmal auch von Arbeitsämtern ganz oder teilweise übernommen. Bitte rechtzeitig beantragen!
Geplante Termine:
2010: 29.8. - 4.9., 26.9. - 2.10., 7.11. - 13.11., 21.11. - 27.11., 12.12. - 18.12. 2011: 9.1. - 15.1., 30.1. - 5.2., 27.1. - 5.3., 27.3. - 2.4., 1.5. - 7.5.
andere Termine sind möglich, auch Einzelausbildung mit Wunschtermin (keine höheren Kosten).
Ort:
„Lichthof“ Lütersheim, Viesebecker Str. 12, 34471 Volkmarsen,
Telefon: 05693-995855, Fax: 05693-995856
Email: hans.muehlmann@gmx.de
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Bericht vom Seminar 28.9. - 4.10.2008
"Das Leben ist Arbeit und Vergnügen". Genauso habe ich meinen Aufenthalt bei Euch beiden im Lichthof empfunden. Das Seminar als Trauerredner war Arbeit - aber eine Arbeit, die so geplant war, dass das Vergnügen nicht zu kurz kam.
Das Vergnügen, im Lichthof zu sein, die Wärme und Ruhe dieses Hauses in sich aufnehmen zu dürfen. Das schöne große Badezimmer am Morgen, und der reichlich gedeckte Tisch viermal am Tag. Die Gespräche miteinander... Es war von Euch, liebe Maria und lieber Hans, viel Hingabe zu spüren. Vor allem werde ich heute, am Tag meiner Abreise, viel mitnehmen.
Danke für diese schöne Woche im Lichthof. Menschen wie Ihr beide sind eine Bereicherung und tun einfach gut. W.H.
Bericht vom Seminar 3. - 8.9.2007
Liebe Maria, lieber Hans,
vielen Dank für die Aufnahme in Eurem Haus und für das Seminar.
Das Seminar vom 03.-08. September 2007 war für mich ein Gewinn an Erfahrung und Bestätigung.
Natürlich hatte ich ein Seminar mit mehreren Lernenden erwartet. Sehr froh war ich, dass das Seminar stattfand, obwohl ich der einzige Teilnehmer war.
Nicht nur die Stunden der Stoffvermittlung am Vormittag, die Lehrgespräche im besten Sinne waren, waren anregend. Wichtig waren natürlich die Übungen der zweiten Tageshälfte: Das Schreiben von Redeteilen bzw. ganzen Reden.
Dabei empfand ich den großzügig ausgelegten Zeitplan als wohltuend.
Er gestattete, einen eingeschlagenen Weg als Fehler zu begreifen und einen anderen Weg zu gehen. Er ermöglichte es, nicht mit der erstbesten Formulierung zufrieden zu sein, sondern sie zu überarbeiten. Er gab Zeit für Pausen und Spaziergänge durch die spätsommerliche Landschaft, aber auch für Lektüre in den zahlreichen Büchern, das Hineinhören in CDs und für Gespräche nach Tisch, für die ich mich bei Maria noch einmal bedanken möchte, denn solche Gespräche sind ja keineswegs selbstverständlich.
Die eigenen Vorträge und die anschließenden Kritiken rundeten die Übungen ab und gaben mir das Gefühl, etwas gelernt zu haben: Solides Handwerk.
Dass die Übungen vom Einfachen zum Komplexen aufstiegen, dass das Aufgabenblatt mit Fallbeispiel durch das Trauergespräch ersetzt wurde, dass zum Text die Musikauswahl hinzukam und aus dem Vortrag der Rede die Präsentation der Gesamtveranstaltung wurde, hätte bereits eine runde und durchdachte Seminarwoche ergeben.
Aber mit der Urnenbeisetzung, die ich am Donnerstag miterleben konnte und dem Trauergespräch am Freitag, nachdem ich die vierte Rede innerhalb der Woche schrieb, hatte das Seminar auch einen wesentlichen Praxisanteil.
Die gemeinsamen Besuche des Ruheforstes und des Museums für Sepulkralkultur waren eine angenehme Ergänzung der Woche. Für mich waren sie fast wie Freizeitangebote: In entspannter Atmosphäre Dinge wahrzunehmen, die zur Tätigkeit gehören und Kraft und Anregung zu schöpfen vor dem nächsten Schreiben.
Reich beladen mit einer Vielzahl von Texten, Beispielen und Musik, angefüllt mit Eindrücken und Ideen bin ich am Frühabend des 8. September zu Hause angekommen.
Liebe Maria, lieber Hans, habt Dank für die Woche! Ich habe mich sehr wohl gefühlt.
Hier bin ich daran gegangen, alte Unterlagen auszusortieren und Platz für Neues zu schaffen, Visitenkarten in Auftrag zu geben, Gespräche zu führen und natürlich, wie beinahe immer, nach Literatur Ausschau zu halten.
Nun heißt es, dran zu bleiben an der Akquise und die eigene Arbeit weiter zu verbessern.
Mit herzlichen Grüßen
Jörg M
Nachtrag:
Jörg schreib am 8.2.2010 unter anderem:
"... Deine Sorge, es gäbe nicht genug zu tun, ist gaaaaanz unbegründet: Im Januar sind es 26 Feiern gewesen. Eigentlich ist es ja jeden Monat dasselbe: Man hat ein bissl was im Kalender, und der Rest kommt im Laufe des Monats dazu. Nun habe ich in der letzten Januarwoche so viele Feiern gemacht wie vor 2 Jahren im ganzen Monat!..."
Bericht zum Ausbildungsseminar für Trauerredner
vom 1. – 7. Oktober 2006
Hans Mühlmann führte vom 1. bis 7. Oktober 2006 ein Ausbildungsseminar für Trauerredner durch, an dem ich gemeinsam mit anderen Interessierten teilnahm. In dieser Zeit logierte ich auch im „Lichthof“, dem großen, wohnlichen Holzhaus der Familie. Die Gastfreundschaft der Wirtsleute, ihre Herzlichkeit und Aufmerksamkeit dem Besucher gegenüber sind etwas Besonderes. Die vielen Fenster und Türen des im ersten Stock gelegenen Seminarraumes geben einen Ausblick auf den sanften Anstieg der Felder und die Schönheit der Landschaft (wie denn das Kasseler Land insgesamt als ein groß angelegter Garten erscheint) und hilft, die Gedanken auf das Wesentliche zu bringen, wenn Fragen zu dem Thema Tod und Leben gestellt werden.
Wir Teilnehmer haben einen praktischen Einblick in die Tätigkeit des Trauerredners erhalten, in seine Aufgabe, zwischen dem Verstorbenen und den Hinterbliebenen zu vermitteln und dabei die Position des Lebens zu bekräftigen. Es ergab sich die Gelegenheit, an einem persönlichen Trauergespräch mit einem soeben verwitweten Mann und einigen Pflegerinnen der Verstorbenen teilzunehmen. Wir konnten üben, als nicht Betroffene den betroffenen Menschen gegenüberzutreten, deren Abschiednahme wir begleiten werden. Alle weiteren Schritte der Vorbereitung dieser Trauerfeier hat der Seminarleiter uns vorgeführt und nahe gebracht. Zu unseren eigenen Aufgaben gehörte es, Trauerreden zu konzipieren. Und das ist nicht leicht! Ganz verschiedene Zwecke in dem Wechselspiel von Vergegenwärtigen und Loslassen der Verstorbenen, den Schmerz der Trauernden anerkennen und entspannen helfen, sind in der Ansprache zu erfüllen. Sie werden im Seminar ausführlich besprochen, ebenso die einzelnen Aspekte der Feier, die jeder Trauerredner meistens alleinverantwortlich organisiert und durchführt. Die praxisnahe Einführung im Seminar wird uns jetzt, wenn wir die ersten Schritte gehen, gute Dienste leisten.
Wir haben Orte des Todes, wie das Krematorium und den Ruheforst, besucht und versucht, zum Tod eine möglichst klare Stellung zu beziehen. In Gesprächen hat sich gezeigt, dass jeder Trauerredner sein eigenes Weltbild gründlich befragen muss, wenn er imstande sein will zu trösten.
Ich danke Hans Mühlmann für sein Engagement uns gegenüber, die zahlreichen, auf seiner Erfahrung basierenden Hinweise, das reiche Material und natürlich das Zertifikat!
Eine Mail, die ich bekam, nachdem eine bei mir ausgebildete Trauerrednerin ihre erste Aufgabe gemeistert hatte:
Lieber Hans!
Die "Aussegnung" am Sonntag war... perfekt -
anders kann man’s nicht nennen!
Lieben Dank nochmal für Dein Googeln über den Ablauf solch einer Aussegnung!
So wusste ich wenigstens im Groben, wie´s sein muss.
Dieser Sterbesegen, den mir der Pfarrer auftrug - furchtbar, aber nun ja...
Ich hielt mich an Deinen Rat, auch eigene Worte einzubauen, gestaltete viel Licht und Hoffnung drum herum (verbal), und die Familie fühlte ihren Günter gut und sicher auf den Weg ins Licht geschickt (so der Originalton).
Ich muss nicht erwähnen, dass ich da seehr aus Deinem Erfahrungsschatz profitiert hab ;-))
Ganz lieben Dank dafür nochmals!!!!!!!
A. M.
Eine weitere Mail:
Lieber Hans,
heute hatte ich meine erste Trauerfeier zur Feuerbestattung, und es hat dank Deiner guten Ausbildung hervorragend geklappt.
Die Resonanz war durchweg positiv. So etwas bzw. so einen Redestil kennt man hier nicht.
Selbst als ich an meinem Auto war, kamen noch Leute zu mir und haben sich für die schöne, würdevolle Feier bedankt.
Wenn Du mich jetzt sehen könntest, würdest Du mich wie ein Honigkuchenpferd strahlen sehen.
Sage bitte auch Maria meinen lieben Dank, die Arbeit mit ihr hat mir heute auch sehr geholfen.
Besondern Dank nochmals an Dich.
Liebe Grüße
I.S.
Nach einer Trauerfeier bekam ich diesen Brief:
Lieber Herr Mühlmann,
mein Mann und ich waren gestern auf der Trauerfeier für Anton, und wir hatten das erste Mal das Gefühl, dass es sich bei so einem Anlass wirklich um eine Feier handelt. Schon die Musik ganz am Anfang, war eine wunderschöne Einstimmung auf das, was Sie gesagt haben. Es war während der ganzen Feier nicht möglich, auch nur einen Moment traurig zu sein, oft hatte ich ein Lächeln im Gesicht und war froh, dass mich niemand von der Trauergesellschaft von vorne sehen konnte. Ich konnte spüren, wie sehr sich Anton über Ihre Worte und vor allem über die wunderschöne Musik gefreut hat.
Ich war sogar oft versucht zu klatschen, so beeindruckt war ich von Ihren Worten und der ganz besonderen Musik.
Dazu muss ich sagen, dass mein Mann und ich uns seit einigen Jahren mit Tierkommunikation beschäftigen und wir das große Glück hatten, in unseren Tieren ganz wunderbare Lehrer zu haben. Gerade die Tiere, die uns in den letzten zwei Jahren verlassen haben, nahmen uns die Angst vor dem Tod, und wir durften lernen, welche Freude auch ein Übergang in die andere Dimension sein kann. All das was wir von unseren Lieben lernen durften, haben Sie in ihrer Trauerrede für Anton ausgedrückt. Ich war zu Anfang ein bisschen erschrocken, als ich ihre Worte hörte, denn das hatte ich wirklich nicht erwartet. Wenn wir von unseren Erlebnissen mit dem Tod und der Tierkommunikation erzählen, werden wir immer nur müde belächelt und als bekloppt abgestempelt. Ich hatte bei Ihrer Rede sehr oft das Gefühl, dass auch Sie von selbst Erlebtem und Erfahrenem reden.
Schon nach der Trauerfeier wäre ich sehr gerne zu Ihnen gekommen, um Ihnen zu danken. Es hat mir Spaß gemacht, an dieser Feier für Anton teilnehmen zu dürfen. Ich kann es wirklich nicht anders beschreiben als Spaß und Freude.
Diese Trauerfeier war wirklich ein erfrischendes Erlebnis.
Vielen Dank dafür!
Conny F.
Nach einer Trauerfeier schrieb die Witwe:
Der 1. Monat im neuen Jahr ist fast um. Trotzdem wünsche ich Ihnen und Ihrer Frau ein gutes, gesundes neues Jahr. Für Ihre selbst gestaltete Karte danke ich Ihnen heute noch (Seerosen - Sonne). Den netten Satz darauf „Sag einfach DANKE“ finde ich großartig! Ihre Karte nimmt einen bleibenden Platz auf meinem Schreibtisch ein.
Die guten Kontakte zu meinem lieben Mann sind da, sie werden auch bleiben.
Man muss doch wohl dankbar sein, so einem Menschen wie Sie noch zu begegnen in diesem Leben.
Ich danke Ihnen.
Herzlichst L.L.